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Heinz von Stein

Als Mädchen raubend, wild und Furcht erregend wird er dargestellt, der einstige Burgherr zu Stein an der Traun. Der Sage nach nahm Heinz von Stein einst auf einem seiner Streifzüge die liebliche Maid Waltraud aus Trostberg gefangen und versuchte, sie auf seiner Burg gefügig zu machen. Die Schöne lehnte den schrecklichen Heinz jedoch ab. Ihr Vater Gravenecker, Meier von Trostberg, und Waltrauds Geliebter Siegfried ließen nichts unversucht, um Waltraud zu befreien. Siegfried mischte sich als Reitknecht verkleidet unter die wüsten Gesellen Heinzens. Als Gravenecker nach einem missglückten Angriff jedoch in die Gefangenschaft des Raubritters geriet, nahm das tragische Schicksal seinen Lauf. Der „Wilde Heinz“ forderte für das Leben Graveneckers die Unschuld dessen Tochter. Als der Vater diese abscheuliche Forderung ablehnte, ordnete der Wüterich seine Hinrichtung an.

Um Heinzens lüsternen Absichten zu entgehen, nahm sich Waltraud das Leben noch bevor Siegfried sie hätte retten können. Dieser hatte inzwischen Kriegsknechte aus München und Salzburg eingelassen, die nun die Burg stürmten und die schauderhaften Anhänger des Burgherrn besiegten. Siegfried selbst erstach den „Wilden Heinz“ als er ihn neben der toten Waltraud erblickte. Die tragische Geschichte endete mit dem Tode Graveneckers, der – gerade noch vor dem Henker bewahrt – beim Anblick des Leichnams seiner geliebten Tochter tot zusammenbrach. Der tapfere Siegfried erfuhr sodann, dass der durch seine Hand erstochene Wüterich Heinz sein eigener Vater war.

Diese schauerliche Mär über das Raubritter-Nest hoch zu Stein erzählen sich die Leute noch heute und die Besucher der Burg beschleicht das Gefühl, dass der Geist des umtriebigen Wüstlings noch immer dort oben haust.


Mehr Infos zu Heinz von Stein dem Wilden und dem Hochschloss Stein an der Traun:

>> Steiner Erlebniswelt

>> Heinz von Stein

>> Höhlenburg Stein

>> Hochschloss Stein bei Wikipedia

>> Stein a.d. Traun bei Wikipedia
       
 
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